Mühlenkreis ist Musterschüler beim Klimaschutz

Der Bund würdigt die Aktivitäten des Kreises beim Klimaschutz mit Zuschüssen und einem Zertifikat, das Staatssekretär Gunther Adler (3. v. l.) an Landrat Ralf Niermann (4. v. l.) im Beisein von Amtsleiter Gerd Schake, Bundestagsabgeordneten Achim Post, Projektleiter Steffen Kerth und Umweltdezernent Lutz Freiberg (v. l.) überreichte. Foto: Pressebüro Amtage

Der Bund würdigt die Aktivitäten des Kreises beim Klimaschutz mit Zuschüssen und einem Zertifikat, das Staatssekretär Gunther Adler (3. v. l.) an Landrat Ralf Niermann (4. v. l.) im Beisein von Amtsleiter Gerd Schake, Bundestagsabgeordneten Achim Post, Projektleiter Steffen Kerth und Umweltdezernent Lutz Freiberg (v. l.) überreichte. Foto: Pressebüro Amtage

Minden (MiX). Der Kreis Minden-Lübbecke ist in Sachen Klimaschutz ein „Musterschüler“. So jedenfalls sieht es der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Gunther Adler.

Am Montag überreichte er ein Zertifikat des Ministeriums über die Einsparung von Treibhausgasemissionen in kreiseigenen Gebäuden in Höhe von mehr als 2200 Tonnen im Jahr an Landrat Dr. Ralf Niermann. Die Berliner unterstützten im Rahmen des Programms „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ aktuell die Sanierung der Beleuchtung in vier Kreis-Gebäuden.

1,35 Millionen Euro Investition in Klimaschutz

Seit 2013 wurden einschließlich eines Vorgängerprojekts unter anderem Teile der Beleuchtungen in der Kreissporthalle II und im Leo-Sympher-Berufskolleg in Minden saniert. Moderne LED-Technik löste die alten Lichtquellen ab. Auch im Mindener Kreishaus und in anderen Einrichtungen erstrahlt nun die energieeffizientere Lichttechnik. Dafür investierte der Kreis insgesamt rund 1,35 Millionen Euro. Vom Bund flossen dafür etwa 480.000 Euro an Zuschüssen in den Mühlenkreis. Ausgeführt wurden die Sanierungsarbeiten von heimischen Unternehmen.

Der Kreis Minden-Lübbecke erweise sich in Sachen Klimaschutz als „Musterschüler“, lobte Staatssekretär Adler bei seinem Besuch im Mindener Kreishaus. Begleitet wurde er vom heimischen Bundestagsabgeordneten Achim Post, dem Landrat Ralf Niermann für sein Engagement dankte, dass Bezuschussungen des Bundes für die Klimaschutz-Projekte in den Kreis flossen.

Der Twitterer aus Washington

„Mit der modernen Beleuchtung lässt sich nicht nur das Klima schützen, sie spart auch Kosten“, betonte Adler und erinnerte daran, dass jeder Euro Zuschuss Folgeninvestitionen von rund drei Euro auslöse, was letztlich auch Wirtschaftsförderung bedeute. Zudem sei es wichtig, dass sich Kommunen wie der Mühlenkreis engagierten, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Einen kleinen Seitenhieb gab der Staatssekretär in Richtung USA: „Inzwischen leugnet wohl niemand mehr die Bedeutung des Klimaschutzes – außer der Twitterer in Washington.“

Wie hoch die Einsparungen beim jährlichen Stromverbrauch für den Kreis sind, erläuterten der Projektleiter der Sanierungsmaßnahmen, Steffen Kerth, und der Amtsleiter Gebäude und Liegenschaften, Gerd Schake. Fast 800.000 Kilowattstunden weniger verbraucht der Kreis aufgrund der Beleuchtungssanierung. Das entspricht Einsparungen von etwa 20 Prozent.

Ralf Niermann bestätigte, dass der Erfolg der Energiewende im Wesentlichen davon abhänge, dass die Ziele und Maßnahmen vor Ort auf der kommunalen Ebene mitgetragen würden. „Im Kreis Minden-Lübbecke hat die Energiewende, salopp gesagt, offene Türen eingerannt“. Denn bereits vor der Anwendung der Kommunalrichtlinie habe der Kreis mit seinen Betrieben dem Klimaschutzgedanken Rechnung getragen. Dabei verwies der Landrat unter anderem auf das Pilotprojekt, aus kommunalen Bioabfällen Erdgas zu gewinnen.

Kreis Minden-Lübbecke will ernergieautark werden

Wie es in naher Zukunft weitergehen soll, zeigte Umweltdezernent Lutz Freiberg auf. „Der Kreis soll energieautark werden.“ So sollen unter anderem die kreiseigenen Fahrzeuge mit verdichtetem Gas von der Pohlschen Heide betrieben werden. Außerdem plant der Kreis Minden-Lübbecke mit sieben Kommunen, darunter Lübbecke, die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes. Die vier übrigen Mühlenkreis-Kommunen haben bereits ein solches Konzept selbst erstellt.

© Text und Foto 2017: Pressebüro Hans-Jürgen Amtage | Minden

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