Mindens neuer Bürgermeister Michael Jäcke reicht Rat die Hand

Stellvertretender Bürgermeister Egon Stellbrink (CDU/vorne) führte Mindens neuen Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) in das Amt ein. Foto: Pressestelle Stadt Minden

Stellvertretender Bürgermeister Egon Stellbrink (CDU/vorne) führte Mindens neuen Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) in das Amt ein. Foto: Pressestelle Stadt Minden

Minden. Die Stadt Minden hat einen neuen Bürgermeister: Michael Jäcke (SPD) legte zu Beginn der jüngsten Ratssitzung seinen Amtseid ab. Knapp fünf Wochen nach seiner Wahl mit einer absoluten Mehrheit von 52,21 Prozent im ersten Wahlgang löste Jäcke damit seinen Amtsvorgänger Michael Buhre ab, der nach elf Jahren nicht wieder kandidierte.

Michael Jäcke nutzte seine Amtseinführung für persönliche Worte an die 60 Ratsmitglieder: “Ich möchte Ihnen allen die Hand für eine konstruktive Zusammenarbeit reichen.“ Als eine wichtige Aufgabe für die kommenden fünf Jahre seiner Amtszeit nannte er die Flüchtlingsarbeit und die Integration. Für eine „wirklich gelebte Willkommenskultur“ müssten viele politische Entscheidungen getroffen und zahlreiche Projekte umgesetzt werden. Das werde Geld kosten, aber sie böten auch große Chancen, so das neue Stadtoberhaupt weiter.

Anhaltenden Applaus und Zustimmung von den Ratsmitgliedern gab es für deutliche Worte gegen rechte Gruppierungen, „wenn diese in Minden versuchen sollten, unsere Gesellschaft zu spalten“. Er werde es nicht hinnehmen, wenn eine diskriminierende Stimmung gegen Flüchtlinge oder Menschen aus anderen Herkunftsländern erzeugt, Hass und Intoleranz gesät werden, machte der Ratsvorsitzende deutlich.

Mit dem Rat gemeinsam wolle er auch die „dicken Bretter“ bohren. Hier nannte Jäcke zwei weitere Schwerpunkte für seine Amtszeit bis Herbst 2020: den Ausbau der Bildungslandschaft und die Umsetzung des Projektes „Bildung 2022“ sowie eine funktionierende Wirtschaft und eine gute Wirtschaftsförderung. Unternehmen sollten in Minden gehalten, aber auch neue gewonnen werden. „Dafür benötigen wir gute Standorte und entsprechend ausgewiesene Grundstücke“. Die Schaffung neuer Flächen für Gewerbe und Industrie sei eines dieser dicken Bretter, die auch Zeit brauchen, stellte Jäcke heraus.

Nach zwei Jahren Wahlkampf befinde er sich nun in einer anderen Rolle und habe im Rat einen anderen Platz eingenommen. Für eine Rolle müsse man vor allem eines: Lernen. Das wolle er  und gemeinsam mit Politik sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern Ideen entwickeln und Projekte umsetzen, aber auch Probleme lösen und „zu guten Kompromissen“ kommen, so Jäcke abschließend.

Auf der Tagesordnung seiner ersten Stadtverordnetenversammlung als Ratsvorsitzender standen neben der Einbringung des Haushaltsplanentwurfes für 2016 und die Fortschreibung des Haushaltssicherungsplanes auch die Umbesetzung von Ausschüssen und externen Gremien, die Änderung des Flächennutzungsplanes „Brauckstraße“ und die Vereidigung von zwei neuen Stadtverordneten. Für den jetzigen Bürgermeister und ehemaligen Stadtverordneten Jäcke rückte Heiko Wesemann (SPD) und für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Stadtverordneten Dr. Frank Pauli aus der CDU-Reserveliste Michael Specht nach.

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