Minden und „Das neue Wir“

Unter dem Titel „Das neue Wir“ organisiert die Stadt Minden - mit Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Kulturschaffenden - ein Wochenende mit Kultur, Aktionen, Gesprächen und Begegnungen. Foto: Stadttheater Minden

Unter dem Titel „Das neue Wir“ organisiert die Stadt Minden – mit Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Kulturschaffenden – ein Wochenende mit Kultur, Aktionen, Gesprächen und Begegnungen. Foto: Stadttheater Minden

Event mit Unterstützung der Bürger im Stadttheater Minden

Minden (Mk). Das Stadttheater kann vom 10. bis 12. Februar 2017 eine besondere Premiere feiern. Unter dem Titel „Das neue Wir“ organisiert die Stadt Minden – mit Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, Kulturschaffenden sowie der Event-Agentur „Go Between“ aus Bochum – ein Wochenende mit Kultur, Aktionen, Gespräche und Begegnungen.

„Das Theater ist Treffpunkt, Schauplatz und Forum zugleich“, fasst Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Freizeit und Sport, zusammen. Hintergrund für diese erstmalige Veranstaltung ist die sich durch Zuwanderung verändernde Stadtgesellschaft – eben: „Das neue Wir“.

Eingeladen sind Alt-Mindener, Neu-Mindener und alle, die am interkulturellen Austausch interessiert sind. „Die Einwohnerinnen und Einwohner, die an diesem Wochenende ins Theater kommen, sollen dazu beitragen, unser Miteinander und unsere Kultur weiter zu formen“, so Stieler-Hinz weiter. Hierbei sollen auch neue Wege der Kommunikation erprobt und Kulturen miteinander bekannt gemacht werden. Viele Organisationen, Institutionen und engagierte Mindener wollen sich beteiligen und auf dem „Markt der Möglichkeiten“, der am Samstag, 11. Februar, und am Sonntag, 12. Februar, läuft, ihre Angebote vorstellen.

Zum Auftakt ein Weltcafé in Minden

Den Auftakt macht am Freitag, 10. Februar, ein Weltcafé. Unter anderem wird es einen vom Kulturzentrum BÜZ organisierten Poetry Slam der „1000 Zungen“ geben, die „Westside Guys“ zeigen „Urban Dance“, zudem gibt es Videoanimationen und einen DJ-Set. Das alles findet im Theater-Café (Eingang Tonhallenstraße) ab 18 Uhr statt. Am Samstag, 11. Februar, steht neben dem „Markt der Möglichkeiten“ (Beginn um 16 Uhr) die Premiere des selbst produzierten Stücks „Blick nach vorn“ auf dem Programm. Der Vorhang dafür öffnet sich um 17.30 Uhr, eine weitere Aufführung gibt es um 20 Uhr. Danach ist Premierenparty im Theatercafé. Die meisten Mitwirkenden sind junge Flüchtlinge. An dem Projekt wirkten elf Jugendliche mit. „Sie sprechen unterschiedliche Sprachen, kommen aus verschiedenen Ländern wie Afghanistan oder Irak und haben durch das Theaterspiel neue Wege gefunden, miteinander zu kommunizieren“, so Theaterleiterin Andrea Krauledat.

Höhepunkt des Wochenendes ist der Konvent am Sonntag, 12. Februar. Zum „Markt der Möglichkeiten“ von 10 bis 15 Uhr im Theater werden rund 30 Aussteller*innen aus Minden zu den Themen: Kultur & Sport, Erziehung & Bildung, Ehrenamt & Integration, Generationen & Wohnen erwartet. Auf der Bühne wird es moderierte Stammtische zu aktuellen Themen und Speed-Datings geben. Die Bühne steht zudem als „Open-Stage“ allen zur Verfügung, die Eigenes präsentieren möchten. Allen offen steht auch die „Suche-Biete-Börse“. Im Theater gibt es zudem internationale Kurzfilme für Kinder, ein Spielzimmer „Baut das neue Minden“ mit Mindcraft-Consolen sowie die Fotoausstellung „Alte Heimat/Neue Heimat“.

Ein Kochzelt wird aufgebaut, in dem von 10 bis 17 Uhr eine Schnippelparty läuft, an der sich auch „GreenFairPlanet Minden“ beteiligt. Alle, die Lust haben, kochen gemeinsam eine „Suppe der Vielfalt“ und eine Gemüsepfanne, die allen Besucher*innen anschließend angeboten wird. Tee und Wasser gibt es ebenfalls gratis. Außerdem werden besondere Stadtführungen angeboten: zum einen unter dem Titel „Ich zeige Dir meine Stadt“ und zum zweiten „ParQRs“, das sind  iPad-Stadttouren.

Hintergrund:
Für die Planung des Konvents hatte die Stadt im Oktober 2016 einen neuen Weg gewählt. Am Anfang stand nur der Fakt, dass ein solcher Konvent unter dem Titel “Das neue Wir“ im Theater laufen soll. Was dort passiert, war zunächst völlig offen. Dann kamen acht ausgewählte Bürgerinnen und Bürger sowie begleitende städtische Mitarbeiter*innen an zwei Tagen zusammen, um nach dem Vorbild eines so genannten „Citizen Panels“ Ideen für den Sonntag zu sammeln. Danach standen zahlreiche Vorschläge und eine grobe Struktur auf dem Papier. Verwaltung und Agentur planten dann mit Kulturschaffenden weiter. Citizen Panels gibt es als Beteiligungsinstrument in Großbritannien, den Niederlanden oder auch in Skandinavien schon seit vielen Jahren.

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