Minden singt! – und Michael Jäcke freut sich über Stiftungsgeschenk

Auftritt für den größten Chor der Stadt - Minden singt! auf dem Kleinen Domhof. Foto: Paul Offermann/Stadt Minden

Auftritt für den größten Chor der Stadt – Minden singt! auf dem Kleinen Domhof. Foto: Paul Offermann/Stadt Minden

Minden. Bunt war es am vergangenen Samstag (11. Juni) auf dem Kleinen Domhof, als sich mehr als 500 Grundschülerinnen und -schüler, viele Eltern, Großeltern, Kinder, Jugendliche und interessierte Bürgerinnen und Bürger auf dem Kleinen Domhof um eine Bühne versammelten. Alle zusammen bildeten den wohl größten Chor der Stadt im Projekt „Minden singt!“.

Klassen aus neun Grundschulen haben in diesem Frühjahr bekannte Lieder einstudiert, die sie nun gemeinsam mit dem Publikum singen konnten. Jede Schule präsentierte sich dabei in einer eigenen T-Shirtfarbe und mit einem Namensschild. Die Anleitung auf der Bühne lag in den Händen von Benjamin Sazewa von „Belcantolino. Raum für Stimme“, Regina Heese von der Musikschule Minden und Frauke Seele-Brand von der Chorschule Christuskirche, die die Kinder und Mitsingenden in die Stücke einführten und anstimmten. Die Musik steuerten Kreiskantor Thomas Wirtz und Udo Braun-Niermann bei.

30.000 Euro von der „Singenden Jugend“

Zum Auftakt hatte Bürgermeister Michael Jäcke eine Überraschung „im Gepäck“. Er konnte ankündigen, dass das erfolgreiche Projekt „Minden singt“ mit einer Förderung in Höhe von 30.000 Euro erweitert werden kann. Hans-Joachim Kindler und Gerald Watermann von der mittlerweile aufgelösten Stiftung „Singende Jugend“ überreichten Jäcke symbolisch einen Notenschlüssel. Dieser bedankte sich sehr herzlich für die Unterstützung, mit der das Projekt auch in den kommenden Jahren realisiert werden könne. Bekanntlich seien die städtischen Kultur-Budgets nicht besonders üppig ausgestattet, deshalb sei das Geld hier sehr gut angelegt, so Jäcke.

Die Stiftung war 1994 vom langjährigen Leiter des Mindener Kinderchores, Erich Watermann, gegründet worden. Mit den Erträgen konnte die Arbeit viele Jahre lang und sogar noch über seinen Tod hinaus fortgeführt werden, in dem Lehrerfortbildungen angeboten und Singfeste veranstaltet wurden. Seit einigen Jahren aber gab es durch die niedrigen Zinsen kaum noch Erträge, so dass sich der Stiftungsrat entschieden habe, die Stiftung aufzulösen und das Kapital dem Projekt „Minden singt!“ zukommen zu lassen, berichtete Gerald Watermann, Sohn des Chorgründers, in einem Pressegespräch am Samstag.  Über das unerwartete „große Geschenk“ freuten sich auch Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit, sowie Petra Brinkmann vom Kulturbüro der Stadt Minden, die das Projekt koordiniert.

500 Kinder singen „Minden singt!“

Nachdem die Glocken des Dom für eine Hochzeit noch einmal geläutet hatten, legten sich die rund 500 Kinder um kurz nach 12 Uhr mächtig ins Zeug. Den Auftakt der einstudierten Lieder machte „Der Kuckuck und der Esel“, weiter ging es mit den bekannten Stücken „Jetzt fahrn wir übern See“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Und natürlich durfte das Lied „Minden singt!“ zum Projekt nicht fehlen. Ganz zum Schluss stiegen dann 120 orangefarbene Luftballons in den bedeckten Mindener Himmel auf und flogen in Richtung Osten unter dem Applaus der Kinder und Erwachsenen davon.

Ziel des Projektes „Minden singt!“ ist es, Kinder für die Welt der Töne und das Singen zu begeistern. „Denn eine Stimme zu haben und seine eigene Stimme zu entwickeln unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und macht einfach Spaß“, so Petra Brinkmann. „Minden singt!“ wurde 2011 von der Singschule St. Marien, der Chorschule Christuskirche und der Mindener Musikschule angeregt. Inzwischen ist auch „Belcantolino. Raum für Stimme“ als Projektpartner dabei. An den Singfesten in den vergangenen Jahren nahmen auch jeweils mehr als 500 Kinder teil.

Zwölf Lieder, aus allen vier Jahreszeiten, gehören zum Liederkalender 2016. Sieben davon wurden nun am vergangenen Samstag zum Besten gegeben. Neu bei diesem Singfest war, dass die Bühne in der Mitte und die Sängerinnen und Sänger rund herum stehen. Der Blick in die fröhlichen Gesichter der anderen Chormitglieder wurde so möglich. „An diesem Tag konnten die Kinder und alle, die dabei waren, erleben, was für ein tolles Gefühl es ist, mit vielen gemeinsam zu singen.“ Denn zum Mitsingen waren nicht nur die Kinder sondern alle anderen, die Lust zum Singen hatten, eingeladen. Und dieser Aufforderung folgten nahezu alle, die am Samstag auf dem Kleinen Domhof dabei waren.

Link zu Minden.de

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