Kampeter sieht Chance für Stärkung des Bundeswehrstandorts Minden

Der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 130, Oberstleutnant Thorsten Schwiering (l.) und Hauptfeldwebel Jens Malewski informierten den Minden-Lübbecker CDU-Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter (r.) und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Dr. Ralf Brauksiepe (2. v. r.), über die Arbeit der Kampfmittelabwehr. Foto: PAM

Der Kommandeur des Panzerpionierbataillons 130, Oberstleutnant Thorsten Schwiering (l.) und Hauptfeldwebel Jens Malewski informierten den Minden-Lübbecker CDU-Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter (r.) und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Dr. Ralf Brauksiepe (2. v. r.), über die Arbeit der Kampfmittelabwehr. Foto: PAM

Minden (PAM). Der Bundeswehrstandort Minden soll weiter personell gestärkt werden. Eine Option könnten zwei zusätzliche Kompanien für das Panzerpionierbataillon 130 sein, die im Rahmen des Bundeswehr-Programmes „Trendwende Personal“ in die Herzog-von-Braunschweig-Kaserne einziehen. Die Stärke des Bataillons würde damit von vier auf sechs Kompanien anwachsen.

Die Bundeswehr soll bis 2023 nach dem Willen von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen deutlich wachsen. Ein Konzept der Christdemokratin sieht für die kommenden sieben Jahre bis zu 6900 neue Dienstposten vor. Davon sollte nach Ansicht des Minden-Lübbecker CDU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter, auch der Bundeswehrstandort Minden partizipieren. Das erklärte der 53-Jährige am Mittwoch bei seinem letzten offiziellen Besuch als Bundestagsabgeordneter beim Panzerpionierbataillon 130, wo er von Kommandeur Oberstleutnant Thorsten Schwiering empfangen wurde. Kampeter wird zum 30. Juni sein Mandat niederlegen und zum 1. Juli als Hauptgeschäftsführer zur Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wechseln.

Sieben Millionen Euro für Standort Minden

Der Christdemokrat war gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Verteidigung, Dr. Ralf Brauksiepe (CDU), nach Minden gekommen, um sich vor Ort über die Situation des Bataillons zu informieren. Dabei betonten beide Abgeordneten, dass die Panzerpioniere von der Infrastruktur her gut aufgestellt seien. In den vergangenen fünf Jahren waren rund sieben Millionen Euro vor allem in die Sanierung der Mannschaftsunterkünfte der Herzog-von-Braunschweig-Kaserne investiert worden. In den kommenden fünf Jahren sollen weitere sieben Millionen Euro im Rahmen der Agenda „Attraktivität“ in den Standort Minden fließen. Oberstleutnant Thorsten Schwierig: „Investiert werden soll wieder in die Unterkünfte. In Einzelzimmer und die sanitären Einrichtungen.“

Zurzeit dienen rund 700 Soldatinnen und Soldaten in Minden, darunter 50 Soldaten der britischen Streitkräfte. Das neue Programm Trendwende Personal könne die Chance bieten, etwa 300 zusätzliche Soldaten in diesen Bundeswehrstandort zu bringen, betonten Brauksiepe und Kampeter unisono. Beide wollen sich kurzfristig für die Stärkung des Bataillons in Minden einsetzen.

Kooperation mit britischen Streitkräften fortsetzen

Brauksiepe sprach sich zudem für ein weiteres Zusammenwirken der Panzerpioniere mit den britischen Streitkräften aus. Zwar bestünde die Ankündigung, dass die Briten bis 2019 ihre Einheiten komplett abziehen werden, doch besteht aus sich des Politikers weiterhin der Bedarf nach Übungsmöglichkeiten in Deutschland. „Und hier sollten wir weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit setzen“, so der Parlamentarische Staatssekretär. In Minden steht dabei das Zusammenwirken mit der Amphibie M3 beim Brückenbau im Mittelpunkt.

Auch Kampeter sieht diese Notwendigkeit besonders mit Blick auf den Truppenübungsplatz Senne. Die Briten hätten im eigenen Land kaum Übungsmöglichkeiten. Da werde in Ostwestfalen-Lippe die Senne für Bundeswehr und britische Streitkräfte an Bedeutung gewinnen.

Die beiden CDU-Politiker informierten sich gestern außerdem über die Arbeit der Kampfmittelabwehr der Bundeswehr. Das Panzerpionierbataillon, unter anderem auf diese Tätigkeit spezialisiert, hat 55 Soldaten in Afghanistan, dem Nord-Irak und in Mali im Einsatz. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Ausbildung und Unterstützung im Bereich der Kampfmittelräumung. Hauptfeldwebel Jens Malewski und ein Kampfmittelbeseitiger in Vollschutz demonstrierten das Öffnen eines mit einem Sprengstoffkoffer beladenen Pkw. Eine Situation, wie sie den Sprengstoffspezialisten unter anderem in Afghanistan immer wieder begegnet.

Informationen über das Panzerpionierbataillon 130

© Pressebüro Hans-Jürgen Amtage, Minden
Veröffentlichung nur mit Genehmigung des Autors

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