Jürgen Schnake macht Kandidaten-Quartett komplett

Der parteilose Jürgen Schnake tritt am 13. September bei der Bürgermeistwahl in Minden an. Foto: PR

Der parteilose Jürgen Schnake tritt am 13. September bei der Bürgermeistwahl in Minden an. Foto: PR

Minden. „Alle notwendigen Papiere sind eingereicht und anerkannt. Es gibt nun auf dieser Ebene keinen Unterschied mehr zwischen meiner und den Kandidaturen meiner Konkurrenten.“ Jürgen Schnake, parteiloser Bewerber um das Bürgermeisteramt in Minden, hat nach eigenen Angaben alle Auflagen für eine offizielle Bürgermeisterkandidatur erfüllt. Damit gehen am 13. September vier Bewerber in das Rennen um den Sitz des Stadtoberhauptes im Rathaus.

Allerdings sei er der einzige Kandidat, der direkt von den Mindenern für die Wahl legitimiert worden sei, so Schnake in den sozialen Netzwerken: „Und offen gesagt bin ich darauf auch ein wenig stolz. Ich bin kein Parteisoldat, der aus Not und einem merkwürdigen Pflichtgefühl den eigenen Leuten gegenüber antritt. Ich trete für Minden an – und hunderte von Mindenern haben mir schon jetzt ihr Vertrauen dafür ausgesprochen.“

Abschließend entscheiden wird noch der Wahlausschuss in seiner Sitzung Ende Juli, ob Jürgen Schnake am 13. September bei der Bürgermeisterwahl antreten kann. Allerdings habe die Stadt Minden bereits jetzt formell bestätigt, dass er von Seiten der Verwaltung alle Formalien für eine Kandidatur erfüllt habe, so Schnake, der als „Bürgermeister mit Rückgaberecht“ für sich wirbt. Neben dem Parteilosen werden bei der Wahl noch Ulrich Stadtmann (CDU/FDP/Grüne/Bürger-Bündnis Minden/Piraten), Michael Jäcke (SPD), und Matthias Beier (Unabhängige Bürgerpolitik – Unabhängige Wählergemeinschaft UB-UWG) antreten.

Bei einer Podiumsdiskussion  der Industrie- und Handelskammer mit den potenziellen Bürgermeisterkandidaten in Minden hatte Schnake vor kurzem erklärt, die Stadt Minden sei „pleite und handlungsunfähig“.  Er würde Minden vom Landkreis-Konstrukt abkoppeln und zur kreisfreien Stadt machen. Die Kreisumlage könne man sich dadurch sparen, höhere Gewerbesteuereinnahmen seien die Folge. Nur so sei die Stadt dauerhaft zu entschulden und die Politik wieder handlungsfähig. Weitere Einnahmequellen sieht Jürgen Schnake in einer Leerstandssteuer, während er die Hundesteuer abschaffen würde.

Webseite des parteilosen Kandidaten Jürgen Schnake

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One comment on “Jürgen Schnake macht Kandidaten-Quartett komplett
  1. Matthias Beier UB-UWG

    Wenn ich hier was anfügen darf.. So wie sein Rückgaberecht (korrekter wäre Rückgabe-Garantie) hat er wohl in seiner IHK-Bewerbungsrede mit den Worten „Minden soll aus dem Kreis austreten!“ herzlich wenig über das Thema richtig nachgedacht. Ein (Trost-)Punkt darf man ihm anschreiben. Könnte es sein dass er der Erste mit dieser Idee war? Dass der CDU-Kandidat genaugenommen abgeschrieben hat? Denn CDU-Mann Stadtmann nutzte die Chance, um als erster Redner der Bewerbungsreden richtig fett aufzutischen (Zitat Stadtmann): „Minden soll Großstadt werden! Man solle Porta Westfalica zur Erreichung der 100.000 Einwohner hinzunehmen. Dann ist Minden freisfreie Stadt..“ Das ist von einem „Verantwortungträger“ wahrlich „verantwortungslos“. Irgendwie scheint den Beiden wohl ein Griechenland-Syndrom in den Kopf gestiegen zu sein.
    Grüsse, Matthias Beier

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