IHK: Wichtiger Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft

IHK-Vizepräsidentin Margrit Harting (r.) besuchte bei der Sommerbereisung der Industrie- und Handelskammer auch die Weserland-Klinik und traf dabei die Klinik-Geschäftsführerin Dr. Katharina Nebel (l.). Foto: IHK

IHK-Vizepräsidentin Margrit Harting (r.) besuchte bei der Sommerbereisung der Industrie- und Handelskammer auch die Weserland-Klinik und traf dabei die Klinik-Geschäftsführerin Dr. Katharina Nebel (l.). Foto: IHK

Minden-Lübbecke/Petershagen. „Durch ihre Arbeit leistet die Weserland-Klinik einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und für die Wirtschaft. Erfahrene Fachkräfte bleiben den Unternehmen erhalten und die Sozialsysteme werden entlastet, indem Senioren solange wie möglich zuhause leben können“, sagte Margrit Harting, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), während der 15. Sommerbereisung der IHK-Zweigstelle Minden, die jetzt stattfand. Das Motto der Tour durch den Kreis Minden-Lübbecke mit einem Besuch der Privaten Kliniken Dr. Dr. med. Nebel Weserland-Klinik Bad Hopfenberg GmbH & Co. KG in Petershagen: „Unsere Unternehmen in der Mitte der Gesellschaft“.

Laut Geschäftsführerin Dr. Katharina Nebel ermöglicht es die Klinik Berufstätigen durch Rehabilitation nach Operationen oder bei orthopädischen Beschwerden, wieder ihre Tätigkeiten aufzunehmen. Aktuell steigt die Zahl dieser Rehapatienten, weil ein hoher Fachkräftebedarf besteht und langjährig Beschäftigte im Betrieb gehalten werden können, wenn ihre gesundheitlichen Probleme angegangen werden. „Parallel gibt es aber auch die Beobachtung, dass gerade Männer ohne Arbeit gegenüber Männern mit Arbeit eine verkürzte Lebensdauer haben“, so Nebel.

In der Klinik werden auch Senioren beispielsweise nach dem Einsetzen neuer Hüft- oder Kniegelenke wieder an ihre gewohnten Bewegungen herangeführt. Die Patienten werden möglichst wieder in die Lage versetzt, zuhause zurecht zu kommen. Das entspricht ihren Wünschen und entlastet die Sozialsysteme wie beispielsweise Pflegekassen und Seniorenheime. In die Klinik aufgenommen werden zugleich aber auch oft die pflegenden und mit im Haushalt lebenden Angehörigen, damit die beabsichtigte Rückkehr der Patienten in die eigene Wohnung nachhaltig ist. Katharina Nebel: „Leider wird bei einem Antrag auf Pflegebedürftigkeit nicht automatisch die Möglichkeit einer Reha geprüft. Damit könnten viele Personen wieder für den normalen Tagesablauf fit gemacht und die Pflegekassen entlastet werden. Reha statt Pflege erfolgt aber derzeit nur in rund 0,6 Prozent der Fälle.“

Nach ihrer Einschätzung wird Reha vor Pflege und der möglichst lange Verbleib im eigenen Zuhause in den nächsten zehn bis 20 Jahren ein wichtiges gesellschaftliches Ziel sein.

Die Klinik ist ein wichtiger Arbeitgeber. Rund 130 Mitarbeiter, davon acht Ärzte und zwei Psychologen arbeiten in der Weserland-Klinik. Psychologen sind notwendig, weil die Rückeroberung der eigenen Mobilität und Bewegung auch über den Kopf gesteuert wird. Fast 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereits seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen, teilweise auch in zweiter oder dritter Generation.

Derzeit befinden sich in der Klinik 60 geriatrische und 130 orthopädische Patienten. Chefarzt Dr. Reiner Vogt: „Wir haben hier auch bereits mehrere Hundertjährige betreut. Eine Hundertjährige hatte hier als Kind ihre Angehörigen besucht und aus dieser Zeit ein Erinnerungsfoto mitgebracht.“

Jeder neue Mitarbeiter arbeitet zunächst in allen Abteilungen der Klinik einschließlich Küche, um die Abläufe und Kollegen kennenzulernen.

Die verschiedenen Formen der Verankerung der Unternehmen in der Gesellschaft wurden bei der diesjährigen 15. IHK-Sommerbereisung exemplarisch mit Gesprächen und Besichtigungen in Minden-Lübbecker Unternehmen beleuchtet. Neben der Weserland-Klinik in Petershagen besuchte die IHK die KADECO Sonnenschutzsysteme GmbH in Espelkamp.

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