Flüchtlingsunterkunft Gut Denkmal: Heute Abend Bürgerinformation

In der geplanten Flüchtlingsunterkunft Gut Denkmal in Minderheide sollen bis zu 1000 Asylsuchende untergebracht werden. Foto: Google Earth/Minden-kommunal.de

In der geplanten Flüchtlingsunterkunft Gut Denkmal in Minderheide sollen bis zu 1000 Asylsuchende untergebracht werden. Foto: Google Earth/Minden-kommunal.de

Minden. Zur Bürgerinformation über die geplante Flüchtlingsunterkunft Gut Denkmal in Minderheide lädt die Bezirksregierung Detmold heute, 5. Februar, 19 Uhr, in die Sporthalle der Freien Evangelischen Schule, Kingsleyallee 5 in Minden ein.

Das Ergebnis der Umweltgutachten zur Arsen-Belastung auf der Liegenschaft „Gut Denkmal“ in Minden liegt seit Ende Januar vor: Die Arsen-Belastung der Schotterflächen stehe der geplanten Notunterkunft für Asylsuchende auf dem ehemaligen Mobilmachungsgelände der Bundeswehr an der Zähringerallee für Asylsuchende nicht entgegen, so die Bezirksregierung in einer Pressemitteilung. Einzelheiten erläutern Vertreter von Bezirksregierung und Gutachterbüro heute Abend bei der Bürgerinformation. Angesprochen sind Bürgerinnen und Bürger der angrenzenden Stadtteile.

„Wir bieten Ihnen an, Fragen zu stellen: zum Tagesablauf in einer solchen Einrichtung, zur Versorgung und Ausstattung und vor allem auch zu Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen“, sagt Dr. Jochen Bode von der Bezirksregierung. Im Mittelpunkt stehen zudem die Gesamtkonzeption und der aktuelle Planungsstand zur Notunterkunft. Mit auf dem Podium sind Mindens Bürgermeister Michael Jäcke, Vertreter der Kreispolizeibehörde, des Umweltgutachterbüros und der Bezirksregierung.

Die ehemalige Bundeswehrliegenschaft „Gut Denkmal“ soll bis zu 1000 Asylsuchende vorübergehend beherbergen. Die ersten vorbereitenden Bauarbeiten für die Notunterkunft werden voraussichtlich in Kürze beginnen. Der Betrieb der Einrichtung soll nicht vor April aufgenommen werden. Die Einrichtung wird nur solange in Betrieb bleiben, wie die Unterbringungsplätze tatsächlich benötigt werden. Die Bezirksregierung schreibt derzeit die Leistungen für Betreuungsorganisation und Sicherheitsdienst aus, die Aufträge sollen dann unverzüglich vergeben werden.

Keine Gefahr für Grundwasser und Anlieger

Eine zwingende Voraussetzung für den Betrieb als Notunterkunft sei unter anderem, dass die dort untergebrachten Menschen nicht durch Schadstoffe gefährdet würden, so die Bezirksregierung. Die in den Schotterflächen auf „Gut Denkmal“ ermittelten erhöhten Arsengehalte würden zur Vorsicht zusätzlich mit einem Vlies und einer weiteren Schotterschicht vollständig abgedeckt. Diese „Kontaktsperre“ ermögliche die unbedenkliche Unterbringung der Asylsuchenden.

Eine Gefahr durch die Arsen-Belastung für Grundwasser oder Anlieger der Liegenschaft bestehe nicht. Die Quelle der Arsenfunde in den untersuchten Schotterflächen konnte jedoch nicht sicher identifiziert werden. Die Bezirksregierung hatte die Liegenschaft an der Zähringer Allee am 20. Oktober 2015 von der Bundeswehr übernommen. Die in Minden stationierten Pionierkräfte hatten die Anlage dafür geräumt. Die Bundeswehr stellt die Anlage im Rahmen der Amtshilfe zur Verfügung. Die Notunterkunft soll zunächst für ein Jahr betrieben werden.

Die Entscheidung, „Gut Denkmal“ als Landesnotunterkunft zu nutzen, sei im Einvernehmen mit der Stadt Minden erfolgt. Gemeinsames Anliegen von Bezirksregierung und Stadt Minden sei es, den ankommenden Flüchtlingen schnell und effektiv eine Unterkunft zu geben und Fürsorge zu gewähren.

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