Diana Berg erste Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden

Klimaschutzmanagerin Diana Berg ist die erste Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden. Foto: Pressestelle Stadt Minden

Klimaschutzmanagerin Diana Berg ist die erste Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden. Foto: Pressestelle Stadt Minden

Minden. Globale Erderwärmung, Abschmelzen der Polkappen, Ansteigen des Meeresspiegels, Reduktion der Treibhausgase – das sind Schlagworte, die weltweit Bedeutung haben. Aber Klimaschutz ist nicht nur im fernen Kanada oder Australien wichtig, er beginnt vor der eigenen Haustür. Für den Klimaschutz in der Stadt Minden ist seit sechs Monaten Diana Berg zuständig. Als Klimaschutzmanagerin kümmert sie sich unter anderem darum, dass die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangeht. Die Klimaschutzmanagerin ist ein ziemlich neues Berufsfeld, das insbesondere in den Kommunen häufig eingesetzt wird, um die lokalen CO2-Emission zu reduzieren.

Aus diesem Grund ist kommunaler Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung, betont die Stadt in einer Pressemitteilung. Minden hat im Jahre 2013 das Integrierte Klimaschutzkonzept erstellt. In fünf Handlungsfeldern – Regenerative Energien, Sanieren und Neubau, Verkehr und Mobilität, Energieeffizienz in Unternehmen, Öffentlichkeitsarbeit und Vorbildfunktion – werden Projekte zur Senkung des CO2-Ausstoßes vorgestellt. Die Stadt Minden verfolgt das Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Energieeffizienz zu steigern. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sollen für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden. Dafür ist eine nachhaltige Lebens- und Produktionsweise unerlässlich. Für die Koordination der unterschiedlichen Maßnahmen wurde im Frühjahr 2015 die Stelle der Klimaschutzmanagerin geschaffen, deren Arbeitsgrundlage das Integrierte Klimaschutzkonzept ist.

Die Klimaschutzmanagerin ist Schnittstelle zwischen der Verwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen. Sie nimmt viele Querschnittaufgaben wahr. „Für meine Arbeit ist es sehr wichtig, dass ich auf ein gut gepflegtes Netzwerk zurückgreifen kann“, beschreibt Diana Berg. Sie ist auf die Informationen aus den unterschiedlichen Fachbereichen angewiesen. Am Klimaschutz-Teilkonzept Mobilität beispielsweise sind viele verschiedene Bereiche beteiligt – die SBM, die Verkehrsbehörde, die Wirtschaftsförderung, die Beauftragte für den ÖPNV und der Fahrradbeauftragte der Stadt Minden – da ist es wichtig miteinander zu kommunizieren. „Es werden bereits viele gute Klimaschutzprojekte in Minden umgesetzt, man muss nur darüber reden“, so Berg weiter.

Aktuell wird an einer Modal-Split-Analyse gearbeitet. Sie verdeutlicht welche Verkehrsmittel die Mindener nutzen und bildet die Basis für das Klimaschutz-Teilkonzept Mobilität. Das Ziel ist den umweltschonenden Rad- und Fußverkehr zu fördern und attraktiver zu gestalten. Seit Sommer dieses Jahres gibt es das Chillticket für Schülerinnen und Schüler. Nachmittags und am Wochenende kann damit der Öffentliche Nahverkehr kostenfrei genutzt werden. Seit 2011 rüsten die Städtischen Betriebe Minden (SBM) zahlreiche Straßenbeleuchtungen auf die umweltschonendere LED-Technik um. Ebenfalls ist die Innenbeleuchtung des Besselgymnasiums modernisiert worden. Der jährliche Energiebericht der SBM gibt über die Entwicklung der Energieverbrauchswerte und -kosten der Stadt Minden Aufschluss. Der neueste Energiebericht stammt aus dem Jahr 2014.
Diana Berg plant für die kommenden drei Jahre weitere Vorhaben, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Bereits bei den Schülerinnen und Schülern möchte die studierte Geografin ansetzen. „Mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder den Schulbus nehmen – das sind kleine Maßnahmen, die auch bereits von den Kindern umgesetzt werden können. Im Rahmen einer Projektwoche kann das Thema Klimaschutz altersgerecht aufbereitet werden“, sagt sie. Beim Smartphone den Energiesparmodus einstellen oder den Computer nach der Benutzung nicht im Standby-Modus lassen sondern ausschalten, helfen der Umwelt.

Auch die Stadtverwaltung kann ihren Beitrag leisten. Doppelseitige Papierausdrucke in Schwarz-Weiß und auf Recycling-Papier, den Bildschirmschoner verwenden oder auch nachfüllbare Patronen und Stifte benutzen, wirken sich positiv auf die CO2-Bilanz der Verwaltung aus. Mit dem Dienstfahrrad einen auswärtigen Besprechungstermin wahrnehmen und dabei nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die eigene Gesundheit ankurbeln, ist eine Möglichkeit, die von einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits genutzt wird.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt den Kohlendioxidausstoß und den Ausstoß anderer Treibhausgase zu reduzieren – bis 2010 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent. Aus dieser Motivation heraus fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) das Erstellen von kommunalen Klimaschutzkonzepten. Die Kommunen können neben klassischen Projekten, wie dem Ausbau erneuerbarer Energien, auch individuelle Maßnahmen zum Klimaschutz entwickeln.

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