Bursian will Innenstadt-Kino in Minden prüfen

Hoffen auf eine gute Zusammenarbeit:  Lars Bursian, Beigeordneter für den Fachbereich 5 Städtebau und Feuerschutz, Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete für den Fachbereich 1 Bildung, Kultur, Sport und Freizeit, Dr. Friedrich-Wilhelm Hillbrand, Vorsitzender des Umweltausschusses der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld und Geschäftsführer der Hillenergy Regenerative Energien und Sven Hohorst, Geschäftsführender Gesellschafter der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden (von links). Foto: IHK

Hoffen auf eine gute Zusammenarbeit: Lars Bursian, Beigeordneter für den Fachbereich 5 Städtebau und Feuerschutz, Regina-Dolores Stieler-Hinz, Beigeordnete für den Fachbereich 1 Bildung, Kultur, Sport und Freizeit, Dr. Friedrich-Wilhelm Hillbrand, Vorsitzender des Umweltausschusses der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld  und Sven Hohorst, Geschäftsführender Gesellschafter der WAGO Kontakttechnik (von links). Foto: IHK

Minden. Der neue Mindener Bau-Beigeordnete Lars Bursian will die Machbarkeit eines Kinos in der Mindener Innenstadt prüfen. Das erklärte er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Minden, wie die IHK in einer Pressemitteilung mitteilt.

Die neuen Mindener Beigeordneten Lars Bursian (Städtebau und Feuerschutz) und Regina-Dolores Stieler-Hinz (Bildung, Kultur, Sport und Freizeit) analysierten jetzt auf einer Veranstaltung der Mindener Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer in den Räumen der Firma WAGO die aktuelle Situation in ihren Ressorts. Darüber hinaus stellten sie ihre Ziele vor. Demnach will Bursian die Machbarkeit eines Kinos in der Innenstadt prüfen. Stieler-Hinz will im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf die „Qualitätsoffensive Ganztag“ voranbringen.

Den seit Anfang Oktober in Minden tätigen Beigeordneten fällt auf, dass die Mindener besonders kritisch mit ihrer Stadt umgehen. Beide hätten aber einen positiveren Eindruck von Minden. Bursian sprach sich für eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt für Auto, Bus und Fahrrad aus. Den Mindenern müsse angesichts steigender Internetumsätze eindringlicher nahegelegt werden, wieder mehr in der Innenstadt zu kaufen. Einen Tätigkeitsschwerpunkt sieht er auf dem Rechten Weserufer rund um den Bahnhof. Von den Mindener Unternehmen wurde er in der Veranstaltung auf die notwendige Lösung der nicht einfachen Parksituation am Bahnhof hingewiesen. Darüber hinaus bestehe in der Wirtschaft der Eindruck, dass sich in den letzten Jahren in Minden eine Vielzahl ungelöster städtebaulicher Probleme angesammelt hätte.

Laut Bursian sei das Gebäude der ehemaligen Bezirksregierung, in dem derzeit noch ein Unternehmen der Deutschen Bahn untergebracht ist, eine nicht barrierefreie Spezialimmobilie. „Wir brauchen eine vernünftige Nachnutzung, möglichst mit Besucherfrequenz. Wir sind mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW im Gespräch“, so Bursian. Er beobachte die Verkaufsflächenentwicklung in Porta Westfalica-Barkhausen, wisse aber auch gleichzeitig, dass Minden und Porta Westfalica zukünftig hinsichtlich vieler Themen einander brauchten. Bei Baugenehmigungsverfahren müssten die Probleme frühzeitig „auf den Tisch“, um Lösungen zu finden.

Keine „Demografierendite“ in Minden

Stieler-Hinz wies sich als „Fan einer Stadtgröße wie Minden“ aus und sieht darin gute Zukunftschancen. Sie finde in Minden gute Schulstrukturen mit ertüchtigten Gebäuden vor. Es gebe nur eine Sache, die teurer sei als Bildung, nämlich keine Bildung. Derzeit arbeite ihr Bereich an der Schulentwicklungsplanung für die Sekundarstufen I und II.

Es gebe in Minden keine „Demografierendite“. Durch die Flüchtlingssituation sei Minden auf dem Stand von vor zwei Jahren. Es gebe 426 neu zugewiesene Schüler, davon 145 im Primarbereich. Gebildet würden 30 statt 26 Eingangsklassen. Zu den zentralen Aufgaben gehöre, angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft mediale Kompetenz in der Bildung zu lehren. Die Kulturszene in Minden sei stark. Kultur müsse als integraler Bestandteil in einer lebendigen Stadtpolitik verankert sein. Die demografische Entwicklung und Zuwanderung spiele als neue Zielgruppe hierbei eine wichtige Rolle.

Friedrich-Wilhelm Hillbrand, Vorsitzender des IHK-Umweltausschusses und Geschäftsführer der Hillenergy Regenerative Energien, stellte als Moderator des Meinungsaustausches fest, dass beide Beigeordneten offensichtlich engagiert ihren Job machen würden. Er hofft auf eine Unterstützung der neuen Dynamik durch Verwaltung und Politik. Das sei besonders wichtig, weil Stadt und Wirtschaft im Idealfall eine Symbiose bilden würden. Sven Hohorst stellte zuvor als Geschäftsführender Gesellschafter das gastgebende Unternehmen WAGO kurz vor.

www.ostwestfalen.ihk.de
www.minden.de

Folgen und liken Sie uns:
Facebook
Facebook
Google+
http://www.minden-xpress.de/bursian-will-innenstadt-kino-in-minden-pruefen/
LinkedIn
Follow by Email
RSS
, , ,

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.